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02.11.2010, 11:30 Uhr
Kindertagesstätte Adlerbastei in Ulm nach Sanierung eingeweiht
Sozialministerin Dr. Monika Stolz MdL: Kinderbetreuung ist ein wichtiger Standortfaktor für die Kommunen
„Die Kinderbetreuung ist ein wichtiger Standortfaktor – auch für Kommunen. Mit der Wiedereinweihung des umfassend sanierten, historischen Gebäudes macht Ulm einen wichtigen Schritt in die Zukunft. Vor allem in die Zukunft seiner Kinder“, stellte Sozialministerin Dr. Monika Stolz MdL bei der Einweihung der Kindertagesstätte „Adlerbastei“ in Ulm fest.
Besonders freue es sie, dass im Rahmen der Umbaumaßnahmen auch 20 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen wurden. „Mit dem Ausbau der Kleinkindbetreuung werden Rahmenbedingungen geschaffen, damit Eltern tatsächlich auswählen können, ob sie ihre Kinder selbst zu Hause erziehen oder sie auch außerfamiliär betreuen lassen wollen“, erklärte Stolz und betonte: „Wir können die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nur dann nachhaltig verbessern, wenn wir die Betreuungsangebote für Kinder bedarfsgerecht ausbauen.“
 
Die Möglichkeiten zur Kinderbetreuung würden angesichts des wachsenden Bedarfs an Fachkräften zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor zwischen den Betrieben und zwischen den Kommunen. „Aus meiner Sicht müssen die Kommunen – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – weiterhin auf Familien setzen“, betonte die Ministerin. Damit Kinder und Familien in ihrem Wohn- und Arbeitsumfeld in jeder Lebenslage gute Bedingungen vorfinden, sei eine nachhaltige Kommunalentwicklung von zentraler Bedeutung. „Diese Verantwortung für ein familien- und kinderfreundliches Umfeld wird von unseren Städten und Gemeinden auch sehr bewusst und mit großem Einsatz wahrgenommen“, würdigte sie.

Die Ministerin betonte aber auch den hohen Stellenwert, den die Landesregierung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit auch dem Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder beimisst. Im Kindergartenbereich, bei der Betreuung von Kindern ab drei Jahren bis zum Schuleintritt, hätte Baden-Württemberg Vollversorgung erreicht. „Hier geht es nicht mehr um höhere Platzzahlen, sondern um arbeitszeitgerechte Öffnungszeiten und um gezielte Angebote zur Betreuung der Kinder auch während der Ferienzeiten“, sagte Stolz.